Entdecke alle Geschäfte, die sich unter der Dachmarke “Wir sind Weiden”
zusammengeschlossen haben und gemeinsam für Dich
Events & Aktionen in der Altstadt durchführen.

Stiller Protest

Betriebe der Weidener Innenstadt kämpfen für den Erhalt von Arbeitsplätzen

und die sofortige Öffnung!

Datum 12.03.2021
Uhrzeit ab 11 Uhr
Location Weidener Marktplatz

Stiller Protest in Weiden am 12.03.2021

Wir möchten auf die für uns so schwierige Zeit aufmerksam machen und plädieren für eine rasche Öffnung des Einzelhandels und der Gastronomie und somit für den Erhalt aller Arbeitsplätze, der Vielfalt und Attraktivität unserer wunderbaren Innenstadt!

Mit Unterstützung durch den Handelsverband Bayern (HBE).

 

Über 1.100 leere Stühle

Unsere Installation verdeutlicht, wie viele Beschäftigte (insg. sogar über 1.300) in der Weidener Innenstadt tätig und wie viele Arbeitsplätze und Existenzen durch den anhaltenden Lockdown gefährdet sind. Jeder verwaiste Stuhl steht nicht nur für einen Arbeits- & Ausbildungsplatz, sondern auch für einen leeren Platz und dadurch fehlenden Gast bei unseren zahlreichen Gastronomen.

Mehr als 250 Firmen

Über 250 Betriebe sind in der Innenstadt von dem Lockdown betroffen. Wir möchten mit dieser eindrucksvollen Aktion ein Zeichen setzen und fordern: Lasst uns endlich wieder öffnen, lieber heute als morgen!

Der Hut als Symbol

Jeder Hut steht für einen Arbeitsplatz, der durch den Lockdown bereits weggefallen ist. Noch deutlicher: die Hüte stehen für Menschen, die durch die aktuelle Situation ihren Job verloren haben.

 

Auf Facebook und Instagram wurde die Aktion begleitet!

 

Die ersten Pressestimmen:

ONETZ

Oberpfalzecho

BR24 – Bayerischer Rundfunk

Radio Ramasuri

 

Unsere vollständige Pressemitteilung:

Stiller Protest in Weiden

Der Zusammenschluss der Weidener Einzelhändler „Wir sind Weiden“ plädiert mit seiner Aktion für eine sofortige Öffnung und macht bildlich auf die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze in der Innenstadt aufmerksam.

Wer am Freitag, den 12. März, ab 11 Uhr einen Blick auf die Weidener Innenstadt warf, war über die Bestuhlung auf dem Marktplatz verwundert. Deutlich über 1.000 unterschiedliche Stühle standen in Reihe und Glied, jedoch nicht zum Verweilen oder für ein Konzert, viel mehr als stiller Protest der Händler und Gastronomen.

„Wir stehen auf, wir können nicht länger sitzen und schweigen“ lautete das Motto, unter dem die stille Protestaktion stattfand. Wie so viele Händler und Gastronomen in Deutschland wollen sie öffnen, zurück an ihre Arbeit gehen und für den Erhalt von Existenzen und Arbeitsplätzen kämpfen.

Insgesamt sind in der Weidener Innenstadt ca. 250 Händler, Gastronomen und andere Betriebe durch den Lockdown betroffen.

Die Installation von „Wir sind Weiden“ soll bildlich verdeutlichen, wie viele Beschäftigte in der Weidener Innenstadt tätig und wie viele Arbeitsplätze durch den anhaltenden Lockdown gefährdet sind. Händler und Gastronomen sind gleichermaßen betroffen und so steht jeder Stuhl nicht nur für einen Arbeits- und Ausbildungsplatz, sondern auch für einen leeren Platz und dadurch fehlenden Gast in den zahlreichen Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen.

Für eine aussagekräftige Beschäftigtenzahl die durch das Stuhl-Ensembles zum Ausdruck gebracht wird, wurden alle Arbeitsplätze von der Max-Reger-Straße bis zum Unteren Tor, einschließlich allen Seitenstraßen in der Innenstadt, ermittelt. Für jeden aktuell noch vorhandenen Arbeitsplatz wurde ein Stuhl vor dem Alten Rathaus in der Altstadt aufgestellt und sollte die Vielzahl an Menschen symbolisieren, die die innerstädtischen Händler und Gastronomen in Lohn und Brot halten. Der Aufbau bot ein beeindruckendes Bild, war jedoch nur an diesem Freitag zu sehen und wurde in den Abendstunden wieder abgebaut.

Die schrittweise Öffnung einzelner Branchen sorgt bei den Weidener Händlern und auch ihren Kunden für Unverständnis. „Seit dem ersten Lockdown haben wir ebenfalls viel in den Schutz unserer Kundschaft und in Hygienemaßnahmen investiert und mussten dann doch schließen. Der Einzelhandel und die Gastronomie waren noch nie für ein Infektionsgeschehen verantwortlich, deshalb können wir die anhaltenden Schließungen nicht nachvollziehen und wollen öffnen“, sagt Ursula Pöllmann, die ihr traditionsreiches Schmuckgeschäft direkt auf dem Marktplatz betreibt.

Das Einkaufen mit vorheriger Terminvereinbarung wäre für die Händler ein erster Schritt einen Teil der Kosten zu decken und die Kundepflege aufrecht zu erhalten, denn Click & Collect rentiert sich für viele Unternehmen nicht. „Damit können wir keinen nennenswerten Umsatz machen. Der Großteil der Kunden entscheidet spontan, ob er dieses oder jenes kaufen möchte und auch nur dann, wenn er ausgiebig gestöbert oder anprobiert hat. Die Innenstädte kämpfen bereits seit Jahren um Kundschaft. Deshalb trifft es uns umso härter und wir fordern nun die sofortige Öffnung, sei es auch mit Terminvereinbarung“, sagt Christine Weiss vom Schuhhaus Weiss.

Jene zu schützen, die von einer Infektion gefährdet sind ist für die Weidener Händler und Gastronomen keine Option, sondern oberstes Gebot. Zum Standard gehören seit März 2020 das Betreten nur mit Maske, Desinfektionsmittel an jedem Eingang, Spuckschutz im Kassenbereich, begrenzte Personenanzahl im Geschäft, teils mit digitaler Besucherkontrolle und Einhaltung der Abstandsregeln.

„Das hat uns alles viel Geld gekostet, aber diese Hygienemaßnahmen wirken. Um unsere Unternehmen und die Arbeitsplätze in der Innenstadt zu sichern und zu erhalten, sind wir dringend auf Kundschaft angewiesen. Wir sind uns jedoch auch bewusst, dass die Besucherfrequenz in der Innenstadt nicht von heute auf morgen hochschnellt. Vielmehr rechnen wir noch Monate mit verminderten Besucherzahlen und blicken weiterhin auf ein herausforderndes Jahr. Deshalb ist es für uns so wichtig, dass wir lieber heute als morgen öffnen können“, bekräftigt Tobias Sonna, Inhaber von Sonna Geschenke und Haushaltswaren.